Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Schätze lebendiger Vergangenheit
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Teure Köpfe. Lisiewski – Hofmaler in Anhalt und Mecklenburg

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Ausstellung vom 29.08. bis 31.10.2010 im Schloss Mosigkau, Dessau-Roßlau, Kulturstiftung Dessau-Wörlitz

Christian Friedrich Reinhold Lisiewski (1725-1794) zählt mit Antoine Pesne und Anton Graff zu den bedeutendsten Porträtmalern des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Sein berühmter Zeitgenosse, der Bildhauer Johann Gottfried Schadow, bezeichnete das Werk Lisiewskis als „das Resultat unermesslichen Fleißes und den Triumph der Prosa in der Malerei.“
Lisiewskis neuartige naturalistische Malweise verdeutlicht die Abwendung vom barocken und Hinwendung zum klassizistischen Porträt. Die Dargestellten werden in ihrer Präsenz nahezu greifbar durch die brillant ausgearbeitete Stofflichkeit sowie die präzise Wiedergabe von Physiognomie und Körperlichkeit.
Lisiewski entstammte einer polnischen Malerfamilie, die mehrere angesehene Künstler und Künstlerinnen hervorgebracht hat. Von 1752 bis 1772 war er als Hofmaler in Dessau tätig. 1778 wurde der Porträtmaler durch das mecklenburgische Fürstenhaus nach Ludwigslust berufen, wo er 16 Jahre bis zu seinem Tod wirkte.