Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Schätze lebendiger Vergangenheit
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Menschenbilder und Menschenbildner der Aufklärung

23.11.2011 10:02 Uhr

Buchpräsentation in der Universitäts- und Landesbibliothek Halle am Dienstag, 29. November um 18.00 Uhr.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dies gilt uns heute als Selbstverständlichkeit. Unser heutiges Menschenbild erhielt seine Prägung im Zeitalter der Aufklärung. Im 18. Jahrhundert rückte der Mensch ins Zentrum der Aufmerksamkeit – in den Wissenschaften, in den Künsten, auf politischem und gesellschaftlichem Gebiet. Dies hat in den Museen und Archiven Sachsen-Anhalts deutliche Spuren hinterlassen. Der nun vorliegende Band ist das Resultat des Themenjahres 2010 „Menschenbilder“ des Museumsnetzwerks „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“ und ergänzt die in der gleichnamigen Reihe im Mitteldeutschen Verlag Halle bisher bereits erschienen Titel „Frauen im 18. Jahrhundert. Entdeckungen zu Lebensbildern in Museen und Archiven in Sachsen-Anhalt“, „Alltagswelten im 18. Jahrhundert“ sowie „Lesewelten. Historische Bibliotheken“.

Der Band versammelt übergreifende Texte zum Menschenbild im Zeitalter der Aufklärung und „Bilder“ einzelner Persönlichkeiten der Region, darunter Wilhelm Friedemann Bach, der Kapellmeister Johann Friedrich Fasch und die Ärzte-Familie Meckel. Auch Aufsätze zu zwei Menschenbildnern, den Porträtmalern Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky und Gottfried Hempel, sind enthalten. Daneben nehmen Selbstbilder in autobiografischen Texten etwa der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau, des Fürsten Viktor Friedrich von Anhalt-Bernburg sowie von Schülern der Landesschule Pforta breiten Raum ein. Seitenblicke gelten linguistischen, geografischen und medizinischen Fragestellungen.

Die Mitherausgeberin Dr. Ute Pott (Gesamtleitung Museumsnetzwerk „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“) spricht mit den Beiträgern Dr. Ingo Pfeifer (Kulturstiftung DessauWörlitz) und Dr. Reimar Lacher (Gleimhaus Halberstadt). Die Mitherausgeberin Katrin Dziekan liest aus Johann Gottfried Schnabels Roman „Insel Felsenburg. Wunderliche Fata einiger Seefahrer“.

Der Eintritt ist frei.

Menschenbilder im 18. Jahrhundert. Spurensuche in Museen und Archiven Sachsen-Anhalts. Hg. v. Katrin Dziekan, Ingo Pfeifer und Ute Pott

  • Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2011 (Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert; 6)
  • 287 Seiten, 21 x 28 cm, geb., ill.
  • ISBN 978-3-89812-819-3, 25 €