Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Schätze lebendiger Vergangenheit
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Publikationen

A6 Menschenbilder im 18. Jahrhundert. Spurensuche in Museen und Archiven Sachsen-Anhalts
ISBN: 978-3-89812-819-3
Verlag: Mitteldeutscher Verlag
Ort: Halle (Saale)
Veröffentlichungsjahr: 2011
Autor: Katrin Dziekan, Ute Pott, Ingo Pfeifer (Hg.)
 
Im 18. Jahrhundert rückt der Mensch ins Zentrum der Aufmerksamkeit – in den Wissenschaften, in den Künsten, auf politischem und gesellschaftlichem Gebiet. Die damalige Suche nach dem, was das menschliche Wesen ausmacht, hat in den Museen und Archiven Sachsen-Anhalts deutliche Spuren hinterlassen. Viele der dort bewahrten Sammlungsobjekte,
Tagebücher, Modelle und Kunstwerke legen Zeugnis von der herausragenden Bedeutung ab, die der Beschäftigung mit dem Menschen zugemessen wurde.
Das Netzwerk „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“ versammelt auf dieser Grundlage im Band Menschenbilder Beiträge zu einzelnen Persönlichkeiten sowie übergreifende Texte zum Thema. So geht es um „Menschenbilder in der Literatur“, z. B. in dem Roman Wunderliche Fata einiger See-Fahrer / Insel Felsenburg von J. G. Schnabel, aber auch um deren Darstellung in der Bildniskunst wie bei Chr. F. R. Lisiewsky und G. Hempel.
Über „Selbstbilder in Briefen, Tagebüchern und autobiografischen Texten“ werden Lebensläufe von Schülern der Landesschule Pforta vorgestellt, wird das Selbst- und Menschenbild der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau betrachtet oder das Leben eines Soldaten um 1757 nachvollziehbar. Die Beschäftigung mit Legende und historischer Wirklichkeit W. F. Bachs oder
dem „Schuldenprofil“ des Kapellmeisters J. F. Fasch führt zu „Lebensbildern von Musikern“. „Neue Bilder von Körper und Welt“ entstehen durch C. Ritters Erkenntnisse zur Geografie sowie durch die Forschungen der Ärzte-Familie Meckel. Ein Überblick zu philosophischen Entwicklungen im 18. Jahrhundert und eine fiktive Begegnung zwischen Voltaire und Chr. Wolff
rahmen die vielfältigen Betrachtungen ein. (Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert; 6)
  • 288 Seiten mit zahlreichen, farbigen Abbildungen
  • gebunden
  • 25,- €
 
C7 Von Mensch zu Mensch: Porträtkunst und Porträtkultur der Aufklärung
ISBN: 978-3835307698
Verlag: Wallstein
Ort: Göttingen
Veröffentlichungsjahr: 2010
Autor: Reimar F. Lacher (Hg.)
 
Lange Zeit wurde das Porträt als Kunstgattung innerhalb der Künste gering geschätzt. Kritisiert wurde, dass das Bildnis nicht auf Schönheit angelegt, sondern nur der Ähnlichkeit verpflichtet war. Im Zeitalter der Aufklärung kam es jedoch zu einer grundlegenden Aufwertung der Gattung. Die Künstler konzentrierten sich nun auf das Gesicht, von dem man meinte, dass sich in ihm die Seele des Porträtierten spiegele.
In diesem Katalog wird die Aufmerksamkeit auf die differenzierte Mimik, die Darstellung von Innerlichkeit und Intimität gerichtet, durch welche sich das Porträt der Aufklärung auszeichnet. Die Perspektive auf die künstlerischen Mittel wird ergänzt um eine Darstellung des Umgangs mit dem Bildnis, das sich so als allgegenwärtiges Medium der Kommunikation in Geselligkeitskultur und literarischer Öffentlichkeit des 18. Jahrhunderts erweist.
  • 190 Seiten, mit s/w- und Farbabbildungen
  • gebunden
  • 19,90 €
Pressestimmen
  • "Eindrucksvoll dokumentiert wird der Aufstieg des Porträts von der ursprünglich gering geschätzten Abschilderungskunst zu einer eigenständigen und sehr beliebten Gattung. Eine Premiere ist die Zusammenführung aller fünfzehn bislang bekannten Bildnisse Gleims nebst etlichen Repliken." Alexander Kosenina, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.2010
  • "Weil uns in Halberstadt vor allem entspannte und still vergnügte Gesichter anblicken, dürfen wir uns die frühe bürgerliche Geselligkeitskultur um 1800 als ein tatsächlich freundliches Ereignis vorstellen.« Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung, 03.11.2010
  • "(...) ein liebevoll gemachtes und sorgfältig gearbeitetes Büchlein.« Stefan Diebitz, literaturkritik.de, Nr. 11, November 2010