Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Schätze lebendiger Vergangenheit
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Ausstellungen

Die Alltagswelten Friedrich von Hardenbergs (Novalis) – Familie und Freigut, Studentenleben und Künstlerzirkel, Rechtspraxis und Berufsalltag
Oktober 2009 bis Juni 2010

Veranstaltungsort: Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum, Schäfergasse 6, 06333 Wiederstedt  

Mit der ersten Dokumentation unveröffentlichter Materialien zu verschiedenen Bereichen des Alltaglebens aus dem Gutsarchiv der Familie von Hardenberg im Rahmen einer musealen Ausstellung schließt es an das Projekt »Novalis – Das Werk und seine Editoren« (2001) an. Die Exposition zeigt viel Neues über die konkreten Lebensumstände Friedrich von Hardenbergs im Kreise der Familie auf einem Gutshof in der Grafschaft Mansfeld und in Weißenfels, als Student in Jena, Leipzig, Wittenberg und Freiberg, als ein Sammler und Förderer von Wissen, dass gezielt für Schüler, Lehrer und Studenten nutzbar gemacht wird.

Einbezogen werden soll für den Bereich originaler Hofwirtschaft das Dorfmuseum Harkerode, für den Alltag des Mansfeldischen Bergbaus um 1800 das Mannsfeldmuseum und das Museum Wettelrode.



weiterführende Information
(03476) 852720 und www.novalis-museum.de 
„Schöne Seele“ oder sogar „Gott“ – Frauen, Liebe und Tod bei Novalis
30.08.2008
bis 30.08.2009

Veranstaltungsort: Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum, Schäfergasse 6, 06333 Wiederstedt  

Sie stammen aus dem Kreis der Familie (Mutter und Schwestern), aus dem Kreis der akademischen Lehrer und Freunde, aus dem der Künstler- und Dichterfreunde, Dichterinnen und Malerinnen – jene Frauen, die Friedrich von Hardenberg (Novalis) in den kurzen, höchst intensiv gelebten 29 Lebensjahren kennen lernte, die ihn begleitet, zum Teil an seiner Seite gelebt haben; sie waren Gefährtinnen, Freundinnen, alle haben sie ihn in ihrer Individualität inspiriert.

Unterschiedlich in Alter und Stand repräsentieren sie das zeitgemäße Verständnis von der Rolle der Frau um 1800. Friedrich von HARDENBERG begegnete in ihnen traditionellen oder aber ganz modernen Vorstellungen und Ansprüchen von Leben, Liebe und Wirkungsmöglichkeiten der Frau.

Es sind auch bestimmte Frauentypen erkennbar, die auf Friedrich von Hardenberg Wirkung hatten: der mütterliche Typus, die Vertraute als Schwester und Freundin, die gebildete und streitbare, besonders die bildsame und bildungsfähige Frau (seine sehr junge Braut Sophie von Kühn), die poetisierte Frau oder die Idee der Frau (Königin Luise von Preussen).

Die poetische Vision der Frau ließ sich über die christliche Ikonographie ebenso wie über die Mythologie auch mit dem bei Friedrich von Hardenberg konstant reflektierten Kreislauf von Leben, Liebe und Tod verknüpfen. Die »Sixtinische Madonna« und die mythologische Göttin der Natur »Isis« waren dabei von besonderer künstlerischen Faszination für den Dichter.

Das Projekt präsentiert also auf der Basis biographischer und kulturhistorischer Fakten und neuer Dokumente aus dem Familienarchiv, wie sich das Thema Frau um 1800 zu einem gesellschaftlichen Diskursthema, aber auch zu einem Thema mit neuen Akzenten in Literatur und bildender Kunst entwickelt.



weiterführende Information
(03476) 852720 und www.novalis-museum.de 
„Bemahlte Papiere.“ Historische Buntpapiereinbände aus der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen
24.10.2008
bis 26.04.2009

Veranstaltungsort: Franckesche Stiftungen zu Halle, Franckeplatz 1, Haus 1, 06110 Halle (Saale)  

Als »Bemahlte Papiere« wurden im 18. Jh. Buntpapiere, das heißt Papiere, die auf der Oberfläche gefärbt und durch Malen, Streichen, Drucken, Prägen mit einem Muster versehen wurden, bezeichnet. Im 15. Jh. Erstmals erwähnt, erlebte die Buntpapierherstellung im 18. Jh. ihre Blütezeit. Mit Anstieg der Buchproduktion stieg auch die Nachfrage nach preiswerten Einbänden. Pergament bzw. Ledereinbände wurden durch Einbände aus Buntpapier ersetzt. Mittels verschiedenster Techniken entstanden Kleisterpapiere, Marmorpapiere oder Bronze- und Brokatpapiere – kleine Kostbarkeiten der Einbandkunst, die unscheinbar zwischen den zahlreichen Leder- und Pergamenteinbänden in der historischen Kulissenbibliothek der Franckeschen Stiftungen schlummern und in dieser Ausstellung ans Tageslicht geholt werden.



weiterführende Information
(0345) 2127450 und www.francke-halle.de 
„Weiber sind nicht in der Welt, bloß um Männer zu amüsieren...“ Frauenbilder – Frauenleben des 18. Jahrhunderts in Halle
01.11.2008
bis 30.04.2009

Veranstaltungsort: Stadtmuseum Halle – Christian-Wolff-Haus, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale)  

Die Frauen des 18. Jahrhunderts wurden von Männern »Amazonen«, »Weiber« und »Frauenzimmer« gerufen. Das Wort »Frauenzimmer«, heute eher abwertend gebraucht, bezeichnete damals zum einen das gesamte weibliche Geschlecht und zum anderen weibliche Personen »von gutem Stande«. Männer schätzten die »Frauenzimmerchen« als Gehilfinnen, anmutige Wesen, tüchtige Hauswirtinnen und Wohltäterinnen, aber natürlich nur dann, wenn sie die ihnen zugewiesene Rolle idealtypisch ausfüllten.

Bekannte, aber auch neu entdeckte hallische Frauenporträts zeigen die Hausmutter, Meister- und Kaufmannsfrau, Professorengattin, Künstlerin, Schriftstellerin, Wissenschaftlerin, Musikerin, Schauspielerin, Stiftsdame, bürgerliche und adlige Frauen. Die Bildnisse geben viel vom Charakter, Persönlichkeit und Eigenart der Frauenpreis.

Die Lebensspuren der Frauen des 18. Jahrhunderts zu verfolgen ist nicht immer leicht. Es sind besonders die hallischen Frauen aus den unteren gesellschaftlichen Schichten, die Soldatenfrau, die Kutscherin, die Gärtnerin, die Köchin, die Amme oder die Dienstmagd, über deren Schicksal oft nichts bekannt ist. Wenn Frauen mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, geben Prozessakten und damit in Verbindung stehende schriftliche Überlieferungen bedingt Auskunft über ihre Lebensumstände.

Ob Soldatenfrau, Stiftsdame oder »Frau in Männerkleidern«, sie alle wirkten in der städtischen Öffentlichkeit. Wie variantenreich sich weibliche Lebensentwürfe im 18. Jahrhundert gestalteten, vermittelt diese sehenswerte Ausstellung.



weiterführende Information
(0345) 2213030 und www.stadtmuseum.halle.de 
Die ideale Frau. - Das dramatische 18. Jahrhundert in der Geschichte des freiweltlichen Hochadelstiftes Quedlinburg
01.01.2009
bis 31.10.2009

Veranstaltungsort: Schlossmuseum Quedlinburg, Schlossberg 1, 06484 Quedlinburg  

Die Ausstellung zeigt die Schicksale der Frauen, die sich damals den kulturellen und sozialen Realitäten und Erwartungen stellen mussten. Sie lässt den Besucher auf eine außergewöhnliche Weise das Schicksal der Quedlinburger Stiftsdamen im 18. Jahrhundert erleben. Die Verschiedenartigkeit der beteiligten Persönlichkeiten lässt ein faszinierendes Kaleidoskop von privaten und offiziellen Lebensentwürfen hochadliger Frauen in dieser Zeit erstehen. Trotz der ihnen zustehenden Freiheiten mussten sie sich immer auch den Zwängen ihrer Zeit stellen.

Die Ausstellung konzentriert sich auf drei Frauen, die in dieser Zeit das Stift geleitet haben. Die Besucher begegnen dabei drei ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten: Aurora von Königsmark, einer bewunderten und gebildeten »Lebefrau«, die einen unehelichen Sohn mit August dem Starken hatte; Anna Amalia, Prinzessin von Preußen, die Schwester Friedrich des Großen, die das Damenstift von 1756 bis 1787 leitete; Sophie Albertine von Schweden, die 39. und letzte Äbtissin. 



weiterführende Information
(03946) 2730 und www.quedlinburg.de 
Arkadien – Geschichten eines europäischen Traumes
01.02.2009
bis 13.04.2009

Veranstaltungsort: Anhaltische Gemäldegalerie, Puschkinallee 100, 06844 Dessau-Roßlau  

Seit der Antike existiert in der europäischen Kultur das Traumbild von Arkadien als einer fiktiven Idealwelt, in der der Mensch als Schäfer mit der Natur in Friede, Muße und Eintracht lebt. Dieser Traum von einem Leben voller Frohsinn und Liebe im Reich der Götter Pan und Apoll wird in der Poesie, Musik und der bildenden Kunst über Jahrhunderte immer wieder neu thematisiert. Im besonderen Maße ist die Landschaftsund Gartenkunst von ihm geprägt

Die Sehnsucht nach Frieden und Harmonie des mythischen Lebens in Arkadien findet in ganz Europa seinen Ausdruck: vom realen Arkadien auf dem Peloponnes, über die Wege der Astrée im französischen Forez bis hin zu den Parkanlagen in Weimar und Dessau-Wörlitz. Die von der Klassik Stiftung Weimar erstellte didaktische Ausstellung wird bereichert durch Reproduktionsgraphiken arkadischer Landschaften aus dem Bestand der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau sowie durch historische Bücher aus der Anhaltischen Landesbücherei Dessau.



weiterführende Information
  (0340) 66126000 und www.georgium.de 
Johann Gottfried Schnabel (1692–1750) – Dokumente zu Leben und Werk des Verfassers des Romans
01.03.2009
bis 31.12.2009

Veranstaltungsort: Schloss Stolberg, Markt 2, 06547 Stolberg  

Die Insel Felsenburg

Ausstellung im Kleinen Kirchzimmer des Stolberger Schlosses. »Wenn ich heute die INSEL FELSENBURG lese, dann auch deshalb, weil diese Lektüre einem Spaziergang durch einen Schlossgarten nicht unähnlich ist«, schreibt 1995 Norbert Ahlers in seinem Beitrag für den ersten Band der SCHNABELIANA , in dem er zu klären versucht, was den Reiz des über 270 Jahre alten Romans ausmacht, und er weist auf ein Motiv hin, das ihn »immer wieder fasziniert: Da kommt eine Menschengruppe aus Europa im Südatlantik zusammen, trifft sich gegen Abend regelmäßig in den Räumen eines Schlosses – der Albertsburg – und erzählt sich Erlebtes und Erlittenes. Sie erzählen sich gegenseitig stundenlang ihre Lebensgeschichten. Was für ein traumhafter Überfluss an Zeit und welche Freiheit von Angst. «Es scheint paradox: eine bürgerliche Gesellschaftsutopie mit einem Schloss als Zentrum, dessen Räume einen Schutzraum darstellen, aber es scheint genau das zu sein, was auch der Autor für sich erträumt haben mag. Johann Gottfried Schnabel, 1692 in Sandersdorf bei Bitterfeld geboren und um 1750 gestorben – sein Sterbedatum und sein Sterbeort sind bis heute unbekannt –, der in Stolberg/Harz diesen bedeutenden und bis heute immer wieder mit Interesse gelesenen Roman DIE INSEL FELSENBURG geschrieben hat, ist jetzt wieder ins Stolberger Schloss zurückgekehrt! Drei Tischvitrinen zeigen Kopien von Dokumenten zu Schnabels Leben und präsentieren Schnabels Hauptwerk Die Insel Felsenburg mit diversen Ausgaben, Illustrationen zu einer Jugendbuchbearbeitung von 1834 und einem Textauszug aus dem ersten Band des Romans von 1731.



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(034654) 454 und www.schnabel-gesellschaft.de 
Das Alltagsleben im 18. Jahrhundert in der nordwestlichen Altmark
29.03.2009
bis 31.10.2009

Veranstaltungsort: Freilichtmuseum Diesdorf, Molmker Straße 23, 29413 Diesdorf  

Das alltägliche Leben, Wohnen und Wirtschaften der ländlichen, hauptsächlich bäuerlichen Bevölkerung in der nordwestlichen Altmark im 18. Jahrhundert in einer reich mit Exponaten bestückten Ausstellung präsentieren zu können, ist das ureigenste Anliegen des Freilichtmuseums Diesdorf.

Diese Ausstellung tritt in enge Verbindung zur Ausstattung der beiden in das Freilichtmuseum umgesetzten niederdeutschen Bauernhöfe mit ihren beiden Wohnstallhäusern und Nebengebäuden, dem ehemaligen Hof Bock aus Winkelstedt von 1787 und dem Hof Bierstedt aus Maxdorf von 1786 (beide Altmarkreis Salzwedel). Diese Ausstellung kann mit ihren erzählenden und informativen Texten und der Reichhaltigkeit der Exponate den Blickwinkel zum 18. Jahrhundert zur Alltäglichkeit, um ein Vielfaches erweitern.

So erschließt sich die Alltagwelt im Rahmen der bäuerlichen Struktur, ihren Lebensbedingungen, ihrem Volksglauben, mit ihrem bäuerlichen Tagwerk im Jahres- und Lebenslauf, ihren Tischsitten und Hochzeitsbrauchtum. Trotz der Zugehörigkeit zum Königreich Preußen konnte sich die Altmark einen besseren Rechtsstatus für die Bauern bewahren. Die Altmark grenzt sich mit dem Vorherrschen der Grundherrschaft in ihrem nordwestlichen Teil, von der ostelbischen Gutsherrschaft jenseits der Elbe entschieden ab und liefert mit dem Vorhandensein von Wohnstallhäusern in ihrem nordwestlichen Bereich, im Freilichtmuseum Diesdorf eine echte Überraschungsqualität.



weiterführende Information
(03902) 450 und www.museen-altmarkkreis.de 
»Blinder Eifer schadet nur«
01.04.2009
bis 30.09.2009

Veranstaltungsort: St. Moritz Kirche, Moritzplan 1, 38820 Halberstadt  

Der Halberstädter Richter Magnus Gottfried Lichtwer machte das Dichten zu seinem Hobby. Er schrieb Fabeln und eiferte damit seinem großen Vorbild, dem griechischen Fabeldichter Äsop, nach. Nicht schlecht für einen Juristen. Denn mit seinen gewitzten Versen half er den Menschen schon vor dem Schaden klug zu werden. Lichtwer erteilte den Fürsten wie den Knechten, den Männern wie den Frauen, den Kindern wie den Greisen so manche Lehre in einprägsam gereimter Form. So hoffte er auf ein vernünftiges Zusammenleben, damit gar nicht erst die Gesetze verletzt und die »Kriminal-Geschichte« bemüht werden mussten – getreu seines Mottos als Fabeldichter: »Und manche Wahrheit wird von ihm ans Licht gezogen, die alle längst gewusst und keiner recht erwogen«.

Magnus Gottfried Lichtwer wurde am 30. Januar 1719 in Wurzen geboren. Nach dem Jura- und Philosophiestudium in Leipzig und Wittenberg wirkte er in Halberstadt. 1748 erschien Lichtwers erstes Buch mit Fabeln. Jedoch wollte der Jurist seinen Namen nicht preisgeben und blieb als Dichter anonym. Der Band wurde kein Bestseller, sondern verstaubte in den Buchhandlungen. Dort entdeckte ihn 1751 der Leipziger Literaturprofessor Johann Christoph Gottsched (1700–1766). Bei der Lektüre empfand er »reine Lust« und lobte das Buch über alle Maße. Die Fabeln seien »zu den schönsten zu zählen, die unser Deutschland aufzuweisen hat«. Gottsched vermutete, der Autor wäre ein Doktor aus Wittenberg. Der Doktortitel stimmte. Der Ort jedoch nicht mehr, denn Lichtwer hatte 1749 geheiratet und war nach Halberstadt gezogen. Dank Gottsched wurde Lichtwer als Dichter berühmt. Aber Ruhm galt ihm wenig. Einige der klugen Lichtwer-Sätze erlangten große Popularität als Sprichwörter. Zum Beispiel »Blinder Eifer schadet nur« aus der Fabel „Die Katzen und der Hausherr «. Oder »Wer sich entschuldigt, eh man klagt, der gibt sich selbst als Täter an.« Der Volksmund verkürzte die Moral der Fabel auf »Wer sich entschuldigt, klagt sich selber an.« Lichtwer starb in der Nacht vom 6. Zum 7. Juli 1783 in Halberstadt. Anlässlich des 290. Geburtstages

des Dichters ist eine kleine Ausstellung in der Moritzkirche in Vorbereitung, die gemeinsam mit dem Literaturmuseum Gleimhaus gestaltet wird.



weiterführende Information

(03941) 609519 kirchspielhalberstadt@kirchenkreis-halberstadt.de sowie (03941) 6871-0 und gleimhaus@halberstadt.de

 
Georg Friedrich Händel im Bilde. Künstlergenie, Gentleman und Denkmal
18.04.2009
bis 12.07.2009

Veranstaltungsort: Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle (Saale)  

Sonderausstellung zum 250. Todestag. Schon zu Lebzeiten war Händel ein Klassiker. So wurde ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet und die erste Musikerbiographie überhaupt verfasst. Die hohe Wertschätzung des Künstlers spiegelt sich auch in den überlieferten Bildnissen. Die Ausstellung versammelt die wichtigsten Händel-Porträts und versucht, sie gegenüber prägnanten Vorbildern in Typologie und Bedeutung zu erschließen.



weiterführende Information
(0345) 212590 und www.stiftung-moritzburg.de 
»Tönet reizend stille Flöthen, wenn die Weisheit lieblich lacht«
25.04.2009
bis 15.07.2009

Veranstaltungsort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Zentrale Kustodie und Universitätsmuseum , Universitätsplatz 11, 06099 Halle (Saale)  

Musik an den Universitäten Halle und Wittenberg. Im Rahmen des Händel-Jahres.



weiterführende Information
(0345) 5521733 und www.uni-halle.de 
Schnörkel, Rüssel, Gänsekiel. Schrift und Schreibunterricht am Halleschen Waisenhaus im 18. Jahrhundert
08.05.2009
bis 08.11.2009

Veranstaltungsort: Franckesche Stiftungen zu Halle, Franckeplatz 1, Haus 1, 06110 Halle (Saale)  

Wen fasziniert es nicht, wenn Menschen alte Handschriften lesen können, die eigentlich anmuten wie ein Sammelsurium aus Schnörkeln, Rüsseln, Strichen, Bogen? Schrift und Schreibkunst, Schreibmeister und Schreibunterricht, Beschreibstoff und Schreibwerkzeug gehören unmittelbar zusammen und bilden den Mittelpunkt einer Ausstellung, die sich mit der Schrift und der Tätigkeit des Schreibens im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert auseinandersetzt. Anhand zahlreicher Schreibmeisterbücher und vieler Archivalien wird nicht nur die Entwicklung der deutschen Kurrentschrift gezeigt, sondern auch der Beschreibstoff Papier vorgestellt und das Tintenrezept des Waisenhauses preisgegeben.

Besinnliche, in Schönschrift verfasste zeitgenössische Verse sowie eine Schreibwerkstatt laden zum Verweilen in der kleinen Kabinettausstellung ein.



weiterführende Information

Historische Bibliothek

(0345) 2127450 und www.francke-halle.de  

 
Kinder, Krätze, Karitas. Waisenhäuser in der Frühen Neuzeit
17.05.2009
bis 04.10.2009

Veranstaltungsort: Franckesche Stiftungen zu Halle, Franckeplatz 1, Haus 1, 06110 Halle (Saale)  

Der Theologe August Hermann Francke (1663–1727) gründete im frühen 18. Jahrhundert vor den Toren Halles eine Schulstadt, deren einzigartiger Ruf als »Neues Jerusalem« durch ganz Europa drang. Den Grundstein für sein Lebenswerk legte Francke 1698 mit dem Bau eines Waisenhauses, dessen Geschichte und weltweite Ausstrahlung die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen beleuchtet. Sie erzählt die Ideengeschichte der Waisenhausgründungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart, begibt sich auf die Spuren einzelner Häuser und zeigt die Kraft und Wirkungen der von Halle ausgehenden Reformen auf. Anders als die in der Regel ökonomisch orientierten Waisenhäuser seiner Zeit setzte Francke den Schwerpunkt auf die Erziehung und Bildung der Kinder, sollten seine Zöglinge doch später bei der christlichen Verbesserung der Welt als Multiplikatoren mitwirken. Mit ihrer christlich-sozialen Zielsetzung strahlte Franckes Einrichtung auf die Gründung vieler Häuser in und außerhalb Deutschlands aus. Auch Johann Hinrich Wichern, der Gründer des »Rauhen Hauses« in Hamburg, stand in den Traditionen des Pietismus. Heute gelten die Franckeschen Stiftungen als Wiege der Anstaltsdiakonie.



weiterführende Information

Historisches Waisenhaus

(0345) 21 27 450 und www.francke-halle.de

 
„Sie spielen mit Einfalt und Würde“ – Das Ströbecker Schachspiel im Spannungsfeld der Schachentwicklung des 18. Jahrhunderts.
17.05.2009
bis 31.05.2010

Veranstaltungsort: Schachmuseum Ströbeck, Platz am Schachspiel 97, 38822 Schachdorf Ströbeck  

Das Schachdorf Ströbeck pflegt seit fast 1000 Jahren seine Schachtradition. Bis 1823 auf mündlichem Wege, dann kam das Schach als Prüfungsfach in der Schule hinzu. Es war auch im 18. Jahrhundert Teil der arbeitsfreien Zeit, der Geselligkeit (in der Familie oder mit Freunden – Schachspielen im noch heute existierenden »Gasthaus zum Schachspiel«) und der Bräuche (seit 1688 soll es das Lebendschach in Ströbeck gegeben haben – ein Hochzeitsbrauch: der Bräutigam musste um die Braut spielen).

Aber im 18. Jahrhundert begann die Schachwelt sich immer stärker auf eine internationale Vereinheitlichung hinzubewegen. Es entstanden erste wissenschaftliche Arbeiten zum Schach und verschiedene Schachschulen (über die »einzig wahre« Spielmethode) mit dem Ziel der Perfektionierung und Professionalisierung des Schachspiels. Ströbeck war in dieser Zeit ein Anachronismus. Dort spielte man immer noch wie vor der ersten Schachreform um 1500. Wer in das Schachdorf kam um mit den Ströbeckern zu spielen, musste sich ihren Spielregeln anpassen. Während im 17. Jahrhundert die Besucher noch amüsiert über das Schachdorf waren, begannen die Schachmeister im 18. Jahrhundert die Ströbecker strenger zu beurteilen. Das Spannungsfeld zwischen der Entwicklung in der Schachwelt und der Spieltradition in Ströbeck wird in einer Sonderausstellung aufgezeigt.



weiterführende Information

(039427) 99850 und www.schachmuseum-stroebeck.de

 
Alltagswelten im 18. Jahrhundert – Das Geld
17.05.2009
bis 31.12.2009

Veranstaltungsort: Museum Alte Münze, Niedergasse 19, 06536 Südharz / OT Stolberg  

Die Alte Münze beherbergt eine Werkstatt zur Münzherstellung aus dem 18. Jahrhundert. Auch in der Ausstellung werden Probleme des 18. Jahrhunderts wieder aufgenommen, so die Erfolge des Bergbaus, Beispiele der Münzproduktion, die Stolberger Münzmeisterbiographien im 18. Jahrhundert, die Wohnkultur oder auch die Straßburger Emigranten, für die in Stolberg geprägt wurde. Aufgenommen wurde auch die Entwicklung des Handwerks in Stolberg, hier liegt auch ein besonderer Schwerpunkt der Sammlungstätigkeit des Museums. Die Sonderaustellung mit dem Thema »Alltag« soll die bereits vorhandenen Teile der Ausstellung mit neuen wirtschafts- und finanzpolitischen Aspekten verbinden. Dabei wird die bewährte Zusammenarbeit mit dem Landesmünzkabinett der Stiftung Moritzburg fortgesetzt. Die Sonderprägung 2009 in der Stolberger Münze ist dem 300. Jahrestag des Straßberger Gewerkentages gewidmet. Die Medaille ist nach der historischen Vorlage einer Gewerkentagsmedaille von 1709 gestaltet.



weiterführende Information
(034654) 85 960 und www.stolberger-museen.de 
Ewald Christian von Kleist
24.08.2009
bis 15.11.2009

Veranstaltungsort: Gleimhaus Museum der deutschen Aufklärung, Domplatz 31, 38820 Halberstadt  

Ausstellung aus Anlass des 250. Todestages des Dichters und preußischen Offiziers Ewald Christian von Kleist, in Kooperation mit dem Lessing-Museum in Kamenz.



weiterführende Information
(03941) 6871-0 und www.gleimhaus.de 
Laßt mich auch endlich Taten sehn! – Arbeit in der Kunst von der Antike bis zur Aufklärung
23.10.2009
bis 04.12.2009

Veranstaltungsort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Zentrale Kustodie und Universitätsmuseum , Universitätsplatz 11, 06099 Halle (Saale)  

In der Sonderausstellung des Kupferstichkabinettes der Zentralen Kustodie werden zum Jahresmotto »Alltagswelten« aus dem Bestand der graphischen Sammlung verschiedene Themenkomplexe vorgestellt: Ein Komplex befasst sich mit den Taten antiker Helden und Götter, die nächste Abteilung behandelt biblische Helden, wie beispielsweise die Taten des Samson, die als ein biblisches Gegenstück zu den Taten des Herkules gegenübergestellt werden. Ein anderer Ausstellungsteil stellt Porträts berühmter Gelehrter der Halleschen und Wittenberger Universität und Künstler aus Mitteldeutschland dar, die mit symbolhaften Attributen ihres Forschungsgegenstandes dargestellt sind. Diese Exposition umfasst vor allem Druckgraphiken des 17. bis 19. Jahrhunderts.



weiterführende Information

 (0345) 5521733 und www.uni-halle.de

 
»Architectura von Vestungen«. Frühneuzeitliche Fortifikationsliteratur im Bestand der Franckeschen Stiftungen
20.11.2009
bis 17.05.2009

Veranstaltungsort: Franckesche Stiftungen zu Halle, Franckeplatz 1, Haus 1, 06110 Halle (Saale)  

Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa war seit der Wende vom 15. zum 16. Jh. ein großes öffentliches Interesse an der neuen Wissenschaft vom Festungsbau gegeben, das bis in die Spätzeit des Barock anhielt. Ende des 16. Jahrhunderts erregte Daniel Specklins (1536–1589) ARCHITECTURA VON VESTUNGEN im deutschsprachigen Raum großes Aufsehen. Das Interesse an theoretischen Abhandlungen dieses Inhalts war so ausgeprägt, dass sie in verschiedene Sprachen übersetzt und mitunter ohne Genehmigung nachgedruckt wurden. Die Kabinettausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl von Werken der reichhaltigen Fortifikationsliteratur, der militärwissenschaftlichen Kompendien sowie der Literatur über das Artilleriewesen des 16. bis 18. Jahrhunderts aus dem Bestand der Historischen Bibliothek.



weiterführende Information

Historische Bibliothek

(0345) 21 27 450 und www.francke-halle.de 

 
Colette Deblé: Arsenal des Femmes
27.11.2009
bis 14.02.2010

Veranstaltungsort: Gleimhaus Museum der deutschen Aufklärung, Domplatz 31, 38820 Halberstadt  

Arbeiten der französischen Künstlerin Colette Deblé (Jahrgang 1944) über Frauenpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts aus der Region des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt.



weiterführende Information
(03941) 6871-0 und www.gleimhaus.de