Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Schätze lebendiger Vergangenheit
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FrauenOrte

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Als diesjähriger Themenjahrespartner begleiteten uns die FrauenOrte - Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt.

Von den gut 40 FrauenOrten in Sachsen-Anhalt haben diese einen Bezug zum 18. Jahrhundert:

"Katharina II." in Zerbst
"Katharina II." in Zerbst
  • Freilichtmuseum Diesdorf (Altmärkische Bäuerinnen)
  • Schönebeck (Hexenprozesse)
  • Museum der Stadt Zerbst (Katharina II.)
  • Schlossmuseum Quedlinburg (Äbtissinnen)
  • Geburts- und Sterbehaus von Dorothea Erxleben, Quedlinburg
  • Friedenspark Köthen (Maria Barbara Bach)
  • Residenzschloss Dessau (Henriette Catharina von Anhalt-Dessau)
  • Neue Residenz Halle (Entbindungsanstalt)
  • Schoss Neu-Augustusburg Weißenfels (Friederike Caroline Neuber)
  • Kloster und Klostergarten Drübeck (Stiftsdamen)
  • Gleimhaus, Halberstadt (Anna Louisa Karsch)
  • Schloss Luisium, Dessau-Waldersee (Fürstin Louise von Anhalt-Dessau)
Impressionen aus der Ausstellung "Weiber sind nicht in der Welt, blos um Männer zu amüsieren" im Christian-Wolff-Haus in Halle
Impressionen aus der Ausstellung "Weiber sind nicht in der Welt, blos um Männer zu amüsieren" im Christian-Wolff-Haus in Halle

FrauenOrte – Name und Programm gleichermaßen für ein Projekt, das im Zuge der Vorbereitungen der Weltausstellung Expo 2000 in der Korrespondenzregion Sachsen-Anhalt entwickelt und in einer ersten Stufe umgesetzt wurde. Spuren weiblichen Wirkens in der Geschichte unserer Region aufgreifend, werden Lebensentwürfe von Frauen im öffentlichen Raum präsent und regionale Geschichte aus weiblicher Sicht in einer zeitlichen Dimension von eintausend Jahren erfahrbar. Dabei ist das Land Sachsen-Anhalt selbst »Ausstellungsort«, der sich über ein Netz mit Tafeln gekennzeichneter FrauenOrte erschließtund zugleich zusammenfügt.
Die inzwischen mehr als 40 FrauenOrte ermöglichen zum einen über biographische Zugänge wie z.B. in Magdeburg mit den Herrscherinnen
der Ottonenzeit Edgith, Adelheid und Theophanu oder auch der Begine Mechthild von Magdeburg, die ihre Spuren auch in Helfta hinterließ, oder in Sangerhausen mit Jutta von Sangerhausen oder in Stolberg (Harz) mit Juliana von Stolberg-Wernigerode oder in Zerben mit Elisabeth von Ardenne oder in Bad Kösen mit der Puppenmacherin und Unternehmerin Käthe Kruse Einblicke in weibliche Lebenswelten in unterschiedlichem historischem Zeitbezug. Doch nicht nur Einzelschicksale werden lebendig. Nicht wenige der FrauenOrte vermitteln exemplarisch Gruppenerfahrungen, beschreiben ahmenbedingungen
und Wirkungsmöglichkeiten wie beispielsweise in Helfta und Quedlinburg, die sich mit dem Leben in Kloster und Stift beschäftigen oder Diesdorf, wo Frauenleben auf dem Lande beleuchtet wird oder Schönebeck und Tangermünde, die sich dem Thema Hexenprozesse und Hexenverfolgungen im 16.–18. Jahrhundert nähern oder Halle, Wolfen und Leuna, die weibliche Erwerbsarbeit und deren Synergieeffekte im Kontext zu gesellschaftlichem Fortschritt herausarbeiten oder Prettin, Salzwedel und Bernburg, die Frauen im Nationalsozialismus thematisieren oder Dessau, Halberstadt und Merseburg, die ihre Aufmerksamkeit auf weibliches parlamentarisches Wirken nach Einführung des Frauenwahlrechts richten.
Durch ein Netz einheitlich gestalteter Tafeln ist eine Wiedererkennung
gegeben, die eine Spurensuche befördert und zugleich dem Prinzip
Geschichte erfahren folgt. Ganz in der Nähe der Orte von »Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert«, der »Straße der Romanik«, der »Gartenträume« und vom »Blauen Band« regen »FrauenOrte« zu neuen Entdeckungsreisen an. Spüren Sie dabei auch dem verblassten oder vergessenen weiblichen Anteil unserer Landesgeschichte nach.
Die FrauenOrte wie auch der seit Mai 2006 bestehende Verein FrauenOrte Sachsen-Anhalt e. V. beraten und unterstützen Sie gern. Das Projekt »FrauenOrte« war zwischen 2004 und 2007 als Teilprojekt an der Otto-von-Guericke-Universität, Institut für Geschichte (Prof. Dr. Eva Labouvie)angesiedelt. Die in dieser Zeit entstandenen FrauenOrte-Tafeln wurden mit finanzieller Unterstützung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt realisiert.

Kontakt:

FrauenOrte - Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt

www.frauenorte.net