Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Schätze lebendiger Vergangenheit
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Orte und Partner

Museen

Museen mit einer Sammlung und ständigen Ausstellungen zum 18. Jahrhundert.

Museum im Schloss Neu-Augustusburg
Zeitzer Straße 4
06667 Weißenfels
Telefon: (03443) 302552; Touristinform.: (0 34 43) 30 30 70
info@museum-weissenfels.de
www.weissenfels.de

Anreise mit der Bahn

Öffnungszeiten:

April bis September

Di - So 10:00 - 17:00 Uhr

Oktober bis März

Di - So 10:00 - 16:00 Uhr

 


Museum im Schloss Neu-Augustusburg
Geschichte Architektur / Wohnkultur
Parkplatz in unmittelbarer Nähe wissenschaftliche Nutzung der Bestände möglich Museumsshop Führung auf Anmeldung
 

Hoch über der Saale thronend wurde Schloss Neu-Augustusburg von 1660 bis 1694 für die wettinische Nebenlinie Sachsen-Weißenfels auf den Überresten einer Burganlage errichtet. August von Sachsen-Weißenfels (reg. 1655–1680), der erste von fünf Herzögen, beauftragte den Architekten Johann Moritz Richter d. Ä. mit der Konzeption der prunkvollen frühbarocken Anlage.

Von 1680 bis zum Tod des letzten Weißenfelser Herzogs 1746 diente das Schloss als Residenz des Hauses Sachsen-Weißenfels und entwickelte sich zum kulturellen Zentrum, das so bedeutende Künstler wie Johann Beer, Erdmann Neumeister, Johann Philipp Krieger und Georg Philipp Telemann anzog. In Weißenfels schloss sich 1716 Friederike Caroline Neuber (1697–1760), die »Neuberin«, der Schauspielertruppe Christian Spiegelbergs an. Vermutlich hatte sie hier ihren ersten Auftritt als Schauspielerin. Auf die Ideen des Leipziger Literaturtheoretikers Johann Christoph Gottsched eingehend, half sie später mit einer eigenen Truppe das deutsche Drama auf der deutschen Bühne einzubürgern.

Die Schlosskirche St. Trinitatis mit der Grablege der Herzöge (38 zum Teil prunkvolle Zinnsarkophage) zeugt heute von der einstigen Pracht. Ihre Geschichte ist eng mit bedeutenden Musikerpersönlichkeiten verbunden. So wurde das Talent Georg Friedrich Händels an der Orgel der Weißenfelser Schlosskirche entdeckt. Johann Sebastian Bach trug den Titel eines »Weißenfelser Hofkapellmeisters von Hause aus« und komponierte für Herzog Christian von Sachsen-Weißenfels die Jagd- und die Schäferkantate.

Das Museum Weißenfels befindet sich seit 1964 im Schloss Neu-Augustusburg. Zu den Beständen des Museums zählen Sammlungen von Textdrucken, Autographen und Nachlässen bedeutender Weißenfelser Musiker und Literaten wie Schütz, Neumeister, Novalis, Seume, Francois, Brachmann und Müllner. Einen beeindruckenden Teil der ständigen Ausstellung bildet die Sammlung historischer Schuhe von der Antike bis zur Gegenwart und dem völkerkundlichen Schuhwerk aus vier Erdteilen.