Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Schätze lebendiger Vergangenheit
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Orte und Partner

Museen

Museen mit einer Sammlung und ständigen Ausstellungen zum 18. Jahrhundert.

Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH
Parkstraße 18
06246 Goethestadt Bad Lauchstädt
Telefon: (034635) 782-0 oder 782-16
Fax: (034635) 782-22
info@goethe-theater.com
www.goethe-theater.com

Anreise mit der Bahn

Öffnungszeiten:

Führungen:

April bis Oktober

Di - So und an Feiertagen:

10:30 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr;

November bis März

Mo - So nur auf Voranmeldung

 

An allen Veranstaltungstagen findet nur die Führung 10:30 Uhr statt.

 

Im Anschluss an die Theaterveranstaltungen findet für deren Teilnehmer eine kostenfreie Theaterführung statt.

 


Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH
Theater Architektur / Wohnkultur
 

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde im Ackerbürgerstädtchen Lauchstädt eine heilkräftige Quelle entdeckt. Nach Analyse stellte Friedrich Hoffmann, Professor der Medizin in Halle, fest: »[…] daß es ein gesund Wasser sey, welches in vielen sonderlich langwierigen Kranckheiten, als Fiebern, Geschwulst, Bleichsucht bey den Frauenzimmern etc., […], mit nicht geringem Nutzen würde können gebraucht werden. « 1710 ließ Herzogin Erdmuthe Dorothee von Sachsen-Merseburg die Quelle einfassen, worauf erste Kurbauten folgten. Berichte über Heilerfolge förderten den Zulauf adeliger Kurgäste. Ab 1775 verlegte der Dresdner kurfürstliche Hof seine Sommerresidenz mehrmals nach Bad Lauchstädt. Unter diesen gestiegenen Ansprüchen entwarf und baute Johann Wilhelm Chryselius zwischen 1776 und 1782 die spätbarocke Kuranlage.

Weitere Bedeutung erhielt das Bad durch das Goethe-Theater. Zunächst wurde ein hölzerner Vorgängerbau von der Weimarer Theaterkommission unter Goethe übernommen, da das Theater in Bad Lauchstädt sehr rentabel war. Aufführungen von Lessings »Emilia Galotti«, Schillers »Die Räuber«, Mozarts »Die Zauberflöte« u. a. und der Ruf Goethes bewirkten einen großen Publikumsstrom. Ab 1797 plante Goethe daher den Bau des 1802 errichteten einfachen, aber tadellos ausgestatteten, klassizistischen Theaters.

Gellert, Gottsched, Gleim und Friedrich von Schiller, der sich hier 1789 mit Charlotte von Lengefeld verlobte, waren Gäste in Bad Lauchstädt. Besonders gern weilte aber Christiane von Goethe (1765–1816), geb. Vulpius, in den Kuranlagen. Im Gegensatz zu Weimar, wo man ihr mit Kühle begegnete, genoss sie hier das heitere Badeleben.

Darüber hinaus hielt sie die Schauspielergesellschaft zusammen und informierte Goethe über den laufenden Theaterbetrieb.

Die reizvollen Kuranlagen sind heute Spielstätte und Museum zu gleich. Die Ausstellungen über Goethe als Theaterdirektor sowie das Lauchstädter Badeleben, Theateraufführungen, Konzerte als auch der Kurpark und das Theater an sich laden zu einem vielseitigen Kulturerlebnis ein.