Jeder Mensch sei in erster Linie Bürger des Staates, in dem er lebt. Die Religion hingegen sei Privatsache. Diesen heute selbstverständlich anmutenden Gedanken formulierte der Philosoph Moses Mendelssohn (1729–1786). Diese Ideen der jüdischen Aufklärung, der Haskala, veränderte das Leben der Juden in Deutschland grundlegend.
Die Person Moses Mendelssohn, der mit 14 Jahren seinem Lehrer von Dessau in die preußische Residenzstadt Berlin folgte, erlaubte seinen Schülerinnen die neuen Strömungen im 18. Jahrhundert und deren Tragweite zu erkennen. Moses Mendelssohn prägte die Kultur seiner Zeit, indem er sich gegenüber den Juden für das Erlernen der deutschen Sprache einsetzte. Seinen Vorstellungen zufolge ist ein Leben nach den jüdischen Religionsgesetzen durchaus vereinbar mit der Kultur und den Konventionen der Umgebungsgesellschaft. Die Bestrebungen Moses Mendelssohns hin zu einer Öffnung der Lebenswelt der Juden des 18. Jahrhunderts finden ihren lebendigen Ausdruck in seiner Freundschaft mit Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781).
und Moses Mendelssohn Akademie
(03941) 606710 und www.moses-mendelssohnakademie.de
Unter den Augen der zahlreichen Freunde Gleims ist es spannend, sich mit der Geschichte des Porträts zu beschäftigen: Was ist das Besondere an dieser Bildnissammlung? Aber auch: Wie sahen Porträts in früheren Jahrhunderten aus und wie entwickelte sich diese Kunstgattung bis in die Gegenwart?
Praxisangebot: Mit Stiften, Wasserfarben und Pastellkreiden wird ein ›Stimmungsporträt‹ erarbeitet, das dem vertrauten Foto in mancher Hinsicht überlegen ist.
Erkundung von Leben und Werk des berühmten Gelehrten Christian Wolff (1679–1754) am authentischen Ort, dem Wohnhaus des Philosophen in der Großen Märkerstraße 10, es beherbergt als Kleinod das restaurierte Wohn- und Empfangszimmer sowie den Vorlesungssaal des Frühaufklärers. Thema: Absolutismus und Aufklärung am Beispiel der preußischen Stadt Halle
Auf den Spuren der deutschen romantischen Dichter in Giebichenstein, Exkursion auf die Oberburg Giebichenstein und in die beiden im 17./18. Jahrhundert ursprünglich als barocke Gärten angelegten Anlagen Amtsgarten und Reichardts Garten. Thema: Deutsche Literaturgeschichte, Sozialgeschichte
In der Ausstellung »Zeit der Herzöge« sehen und hören die Kinder Interessantes über das Leben am Zeitzer Hof. Während einer Führung über das Gelände der Moritzburg lernen die Kinder die verschiedenen Gebäude der Burg kennen und setzen anschließend im Torhaus des Schlosses ein Modell der Moritzburg aus großen Holzbausteinen auf einem Spielteppich zusammen. Danach können die Kinder selbst ein Holzhäuschen bauen und bemalen.
Auf Voranmeldung (03441) 688151 oder www.zeitz.de
Die Ausstellung »Zeit der Herzöge« vermittelt viel Interessantes über die Landesstruktur des Herzogtums Zeitz, über barocke Hofhaltung, Garten- und Festkultur, über Fürstenerziehung und Totengedenken am Zeitzer Hof. Im Anschluss an die Führung im Schloss skizzieren die Schüler anhand von Kupferstichen und Gemälden barock gekleidete Figurinen und machen in der Werkstatt im Torhaus eine Collage zu Mode in der Zeit der Herzöge.
Auf Voranmeldung (03441) 688151 oder www.zeitz.de