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Die Themen dieser Ausgabe:

Sehr geehrte Damen und Herren,
AUSSTELLUNGEN
VERANSTALTUNGEN
AUS DEN HÄUSERN
PUBLIKATIONEN
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem unserem zwölften Newsletter möchten wir Sie über die Höhepunkte im Programm der Museen und Sammlungen zum 18. Jahrhundert in Sachsen-Anhalt informieren und zu einem Besuch in unsere Häuser einladen. Einen besonderen Akzent bildet im Jahr 2013 der 350. Geburtstag August Hermann Franckes, der in den Franckeschen Stiftungen zu Halle mit einem reichhaltigen Jubiläumsprogramm begangen wird.

 


AUSSTELLUNGEN

Anton Graff (1736–1813), Meisterporträts der Aufklärung – Original, Kopie, Druck
Halberstadt, Gleimhaus
(bis 7. April)
Ausstellung aus Anlass des 200. Todestages des Künstlers in Kooperation mit dem Porträtantiquariat Harlinghausen (Osnabrück), dem „Digitalen Portraitindex“ des Bildarchivs Foto Marburg (www.portraitindex.de). Zur Ausstellung ist ein Online-Katalog unter graff.museum-digital.de erschienen.

„Wo wahre Freiheit wohnt“ – Winckelmanns Rom
Stendal, Winckelmann-Museum
(bis 7. April)
Die Ausstellung durchschreitet Johann Joachim Winckelmanns (1717–1768) Wirkungsorte und präsentiert Arbeitsfelder, Freunde, Bekannte und Förderer, Teile des wissenschaftlichen Werkes sowie das Alltagsleben – stets im Wechselverhältnis zu der Stadt. In Briefzitaten spricht Winckelmann in der Ausstellung direkt zum Besucher: wortgewaltig, manchmal auch in derber Deutlichkeit.

Die ideale Frau – Das dramatische 18. Jahrhundert in der Geschichte des freiweltlichen Hochadelsstiftes Quedlinburg
Quedlinburg, Schlossmuseum
(bis 31. Dez.)

Händel als Staatkomponist? – Musik und Politik zu Lebzeiten des Komponisten und in den deutschen Diktaturen
Halle, Händel-Haus
(bis 26. Jan. 2014)
Die Ausstellung, die sich auf Ergebnisse einer von der Bundesregierung geförderten Forschungsgruppe an der Stiftung Händel-Haus stützt, stellt dar, wie die „Macht der Musik“ über Menschen auch in den Dienst der politisch Mächtigen der beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts genommen wurde. Ein Rückblick auf die Lebenszeit Händels lässt erkennen, dass seine Musik auch schon im 18. Jahrhundert politisch genutzt wurde.

Die Welt verändern. August Hermann Francke – Ein Lebenswerk um 1700
Jubiläumsausstellung im Historischen Waisenhaus
Halle, Franckesche Stiftungen
(24. März bis 21. Juli)
Die Ausstellung zum 350. Geburtstag August Hermann Francke rückt den Aufklärer in den Mittelpunkt und inszeniert zugleich mit Originalobjekten ein beeindruckendes Panorama seiner Zeit, was den Schulstadtgründer und Netzwerker im Innersten bewegte und antrieb: Glauben, Wissen, Politik, Kommunikation, Erziehung.

Sieben Jahre Krieg. Lessing 1756 bis 1763
Halberstadt Gleimhaus
(14. April bis 23. Juni)
Die Ausstellung anlässlich des 250. Jahrestages des Hubertusburger Friedens verfolgt Ereignisse und Debatten des Siebenjährigen Krieges anhand der Lebensstationen des Schriftstellers Gotthold Ephraim Lessing. Eine Ausstellung der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption, Kamenz (Ausstellungseröffnung: 13. April, 15 Uhr)

Francke-Bilder und Festkultur. Francke-Jubiläen von der Aufklärung bis in die DDR. Kabinettausstellung in der Historischen Bibliothek
Halle, Franckesche Stiftungen
(26. April bis 3. Nov.)
So oft die Stiftungen und Francke selbst gefeiert wurden, so oft wurden in den unterschiedlichen politischen Konstellationen sich unterscheidende Bilder von Francke und seinen Anstalten entworfen. Die Kabinettausstellung lädt zu einer Zeitreise ein, in der dem Besucher verschiedene Franckes von der Aufklärung bis in die jüngste Vergangenheit begegnen.

 


VERANSTALTUNGEN

22.-24. März, Halle, Franckesche Stiftungen
Francke-Feier 2013

Am 22. März 2013 jährt sich zum 350. Mal der Geburtstag des außergewöhnlichen Theologen und Pädagogen August Hermann Francke (1663–1727). Den hochkarätigen Start des Jubiläumsprogramms bildet die Francke-Feier rund um den Geburtstag des Stiftungsgründers, zu der Gäste, Freunde und Förderer aus dem In- und Ausland nach Halle kommen.

23.-24. März, ganztägig, Wörlitz, Kulturstiftung DessauWörlitz, Gartenreich Dessau-Wörlitz
Frühlingserwachen
Das Frühlingserwachen ist der symbolische Start der Tourismussaison im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Höhepunkt des zweitägigen Frühlingsfestes ist, neben dem Frühlingsmarkt, Konzerten, einer Gondelwettfahrt und Darbietungen vor dem Wörlitzer Schloss, der traditionelle Umzug am Samstag.

31. März, 11–17 Uhr, Diesdorf, Freilichtmuseum
Österliches Brauchtum

Mit Ostermarkt und Ostereiersuche, Folkloregruppe "Hoahnenfoot". 14.30 Uhr Buchpräsentation „Geselligkeit im 18. Jahrhundert“ – Hartmut Bock präsentiert insbesondere seinen Beitrag über die dörfliche Geselligkeit in der nordwestlichen Altmark.

4. April, 19.30 Uhr, Halberstadt, Gleimhaus
Hans-Jürgen Schatz liest Jean Paul

Seit Jahrzehnten tritt der Schauspieler Hans-Jürgen Schatz auch als Jean-Paul-Rezitator auf. Anlässlich des 250. Geburtstags Jean Pauls liest er im Gleimhaus aus „Dr. Katzenbergers Badereise“.

12. April, 19 Uhr, Halle, Franckesche Stiftungen
Pietist und Preußenkönig. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. im Gespräch mit August Hermann Francke

Am 12. April 1713 besuchte Friedrich Wilhelm I. das hallesche Waisenhaus. Francke erläuterte alle wichtigen Einrichtungen und seine vielfältigen Aktivitäten auf dem Rundgang, in dessen Verlauf der zuvor skeptische König unumwundene Anerkennung für Franckes Werk zeigte. Auf den Tag genau 300 Jahre danach können die Besucher des Waisenhauses als Hofstaat in einer Theaterführung dieses persönliche Gespräch verfolgen.

13. April, 14.30 Uhr, Bad Lauchstädt, Historische Kuranlagen und Goethe-Theater
Sieg der Schönheit

Singspiel in drei Akten von Georg Philipp Telemann. Inszenierung des Theaters Osnabrück

18.-21. April, Zerbst, Katharina-Saal der Stadthalle
12. Internationale Fasch-Festtage

Feierliche Eröffnung am 18. April, um 19 Uhr, mit einer Festansprache des Schirmherrn Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt.
Vollständiges Programm unter www.fasch.net

24. April, 17 Uhr, Wörlitz, Kulturstiftung DessauWörlitz, Schloss Wörlitz
Wo Fürst Franz schlief

Das vollständig eingerichtete Schlafzimmer des Fürsten Franz wird präsentiert. Vortrag und Besichtigung mit Dr. Wolfgang Savelsberg.

27. April, 9–16 Uhr, Oberwiederstedt, Novalis-Museum
„Kirschrot und Lavendelblau sind mnemonische Zeichen.“ Licht und Farbe um 1800

Weshalb ist es gerade die Farbe Blau, die zum Symbol für romantische Kunst wurde? Wie wirken moderne Erkenntnisse der Physik um 1800 auf den Lichtmythos in den Künsten? Zu diesen Fragen und über die Entwicklung und Wirkung moderner Wahrnehmungstheorien aus dem Zusammenspiel von Wissenschaft, Philosophie und Kunst sprechen in diesem öffentlichen Workshop Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete.

27. April bis 1. Mai, 10–18 Uhr, Schloß Wernigerode® GmbH
Schloß-Frühling rund um Schloß Wernigerode®

Bühnenprogramm im Schloßinnenhof und auf der Großen Freiterrasse.

4. Mai, 18–1 Uhr, Halle
Museumsnacht Halle-Leipzig

Von unseren Partnern beteiligen sich unter anderen die Franckeschen Stiftungen und die Zentrale Kustodie – Museum universitatis der Martin-Luther-Universität. Das Franckesche Waisenhaus wird illuminiert wie zur Zeit des Gründers. An der Fassade, in zahlreichen Schriften und Exlibris begegnen einem Adler, die in den Himmel steigen, oder der Sämann, welcher Gottes Samen sät. Diese Bildlichkeit, die für Zeitgenossen eindeutig zu entschlüsseln war, wird in der farbenprächtigen Illumination des großen Saales aufgenommen und durch die beschwingten Lieder des Pietismus atmosphärisch untermalt.

21. Mai, 19 Uhr, Dessau, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abt. Dessau
Die Dessauischen Wochenblätter

Präsentation der vor 250 Jahren erstmals erschienenen Wochenblätter. Mit Begleitprogramm.

24. Mai, 19.30 Uhr, Dessau-Wörlitz, Schloss und Park Luisium
Blaue Stunde für die Fürstin Louise

Musikalisch-literarisches Abendprogramm mit Erinnerungen an das Leben der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau. Treffpunkt: Torwachhäuser. Teilnahmegebühr 20,- Euro.

25. Mai, 14.30 Uhr, Bad Lauchstädt, Historische Kuranlagen und Goethe-Theater
Die Hochzeit des Figaro

Commedia per musica in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Inszenierung der Oper Halle.

28. Mai, 17 Uhr, Dessau, Anhaltische Landesbücherei
Buchbesprechung im Lesezimmer der Kasino-Gesellschaft zu Dessau

In der Tradition der Kasino-Gesellschaft, die im ausgehenden 18. Jahrhundert das gesellige Leben der Dessauer Bürger bereicherte, werden Neuerwerbungen und historische Schätze der Wissenschaftlichen Bibliothek der Anhaltischen Landesbücherei vorgestellt.


AUS DEN HÄUSERN

Neuer Sammlungsleiter der Städtischen Museen Quedlinburg ist Dirk Hoffmann, der in Leipzig Museologie studiert und sich in der Museumsakademie "Musealog", Emden, weitergebildet hat. Seither war Hoffmann Projektmitarbeiter bei Kunst- und Ausstellungsprojekten, Inventarisierung und Digitalisierung unter anderem am Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, am Städtischen Museum Braunschweig, am Lindenau-Museum Altenburg und am Museum der bildenden Künste Leipzig.

Bildliche Darstellungen der Geselligkeitskultur des 18. Jahrhunderts sind ausgesprochen selten. In den Städtischen Museen Quedlinburg hat sich ein großformatiges Gemälde eines unbekannten Meisters, entstanden um 1750, erhalten, das eine Gesellschaft um die 37. Äbtissin des Stifts Quedlinburg, Maria Elisabeth von Holstein-Gottorp (1678-1755), bei Karten- und Brettspielen zeigt. Durch die Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Kloster Dalheim und des Fördervereins Historische Sammlungen Quedlinburg e. V. konnte das Gemälde nun restauriert werden und ist wieder im Thronsaal des Quedlinburger Schlosses, dem Ort seiner Entstehung, zu sehen. Im Sommer wird es in der Ausstellung „Heiter bis göttlich - Die Kultur des Spiels im Kloster“ im Landesmuseum für Klosterkultur Kloster Dalheim zu sehen sein.

Den Städtischen Museen Quedlinburg ist außerdem die Erwerbung einer Darstellung des Brockens und der umliegenden Gegend von L. S. Bestehorn aus der Mitte des 18. Jahrhunderts gelungen. Das Blatt mit dem Titel „Perspectivische Vorstellvng / des berühmten / Blocken Oder Bloks-Bergs / mit der jenigen Gegend, so weit solche / von dem, der auf der Spitze des Berges stehet, / gesehen werden kan“, zeigt nicht allein den geografischen Befund, sondern mit einigen tanzenden und herbeifliegenden Hexen auch die Mythologie des Ortes.

Die Franckeschen Stiftungen zu Halle bewerben sich um die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe. Im April 2014 soll der Antrag als erster Schritt im Bewerbungsprozess dem Land Sachsen-Anhalt vorgelegt werden. Danach wird er auf internationaler Ebene begutachtet. Die Entscheidung fällt 2016.


PUBLIKATIONEN

Helmut Obst: August Hermann Francke und sein Werk. Halle: Verlag der Franckeschen Stiftungen 2013. 240 Seiten; 80 s/w Abbildungen; 15,80 €; ISBN 978-3-447-06903-8
Biografie des hallischen Theologen, Pietisten und Gründers der Franckeschen Stiftungen August Hermann Francke (1663-1727) zu dessen 350. Geburtstag. Der Autor Helmut Obst, der lange Jahre als Professor am heutigen Seminar für Religionswissenschaft und interkulturelle Theologie der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg wirkte, zeichnet ein lebendiges Bild Franckes und der über 300-jährigen Geschichte seiner Stiftungen und lässt die spannende Vielseitigkeit des Schulstadtgründers erleben.

Sebastian Görtz/Ute Pott/Cornelia Zimmermann (Hg.): Geselligkeiten im 18. Jahrhundert. Kulturgeschichtliche Überlieferung in Museen und Archiven Sachsen-Anhalts. Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2012 (268 S., geb., 210 x 280 mm, mit zahlr. Farb- und s/w-Abb., ISBN 978-3-89812-928-2, 25,00 €) (Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert 7)
Zahlreiche Sammlungen in Sachsen­Anhalt verraten, wie reich die Formen des Miteinanders waren: das Studentenleben in der Universitätsstadt Halle, der Dorfalltag in der Altmark, Lesegesellschaften, Freundschaftsbünde, Frömmigkeitspraktiken, höfische Geselligkeit und vieles mehr. Der Band aus der Reihe „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“ zeigt die Vielfalt des damaligen Zusammenseins und dass dieses weit mehr beinhaltete als den Wunsch nach Zerstreuung.

Weitere Informationen unter www.LSA18.de.

Wir möchten Sie herzlich in unsere Häuser einladen.
Mit freundlichen Grüßen

LSA18


Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert

Pressearbeit: Dr. Reimar Lacher
Das Gleimhaus – Literaturmuseum und Forschungsstätte
Domplatz 31
D-38820 Halberstadt
Tel. (03941) 68 71-32


Herausgeber: Das Gleimhaus in Trägerschaft des Förderkreises Gleimhaus e.V.

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